Photografieren


Photoreihe: Verschlusszeit / Blende


Photoreihe: Blende / Tiefenschärfe


Dies hier soll nicht noch eine Seite im Internet werden, die sich mit professioneller Photografie beschäftigt. Es soll eher um einfache Tipps gehen, die auch in der Reisesituation umsetzbar sind. Dabei gehe ich natürlich nicht davon aus, dass man eine große Ausrüstung mitschleppen will.
Eine einfache Möglichkeit für bessere Photos ist der Goldene Schnitt. Man teilt die Seiten des Photos am einfachsten gedanklich in 3 Teile und platziert das wichtigste Objekt in einen der Schnittpunkte und nicht im Zentrum, das wirkt langweilig und statisch.

Selbstverständlich ist es auch am besten, wenn man die Mittagszeit meidet um Photos zu machen, das sonst das Photo härter wirkt, aber meistens hat men eh nur einmal die Möglichkeit um ein Photo zu machen, weil man nur zu einer Zeit an einem Ort sein kann. Dann sollte man wenigstens nicht in Richtung Sonne photografieren, da man sonst von dem Objekt kaum was sieht, da es viel zu dunkel abgebildet wird und der Hintergrund zu hell ist. Bei Afrikanern muss man speziell aufpassen, dass sie von der Sonne angestrahlt werden. Dadurch werden sie auf dem Photo schokobraun und sehen nicht aus wie ein schwarzer Schatten.
Meistens will man immer möglichst viel auf ein Photo bringen, das sollte aber vermieden werden, da solche Photos weniger interessant wirken als Photos mit einem wichtigen Objekt, das groß ist. Aussichtsphotos sind das schlimmste, was man sich antun kann! So sehr man die Aussicht geniest und alles auf dem Photo festhalten will, so sehr wird später das 10te Aussichtsphoto langweilen. Natürlich nichts gegen ein gelegentliches Aussichtsphoto... Die Ausrüstung würde ich so klein wie möglich halten. Was sich lohnt ist eine ordentliche Sucherkamera, die möglichst unauffällig sein sollte und möglichst wetterfest ist. Ich habe mir da die "Olympus µ-II 115 VF" zugelegt, die mir gute Dienste geleistet hat.
Wenn die Kamera zu groß ist, nimmt man sie nicht immer mit oder sie wird geklaut, wenn man in armen Ländern reist. Ein Stativ ist auch etwas sehr schönes, nur sollte es auch hier wieder so klein wie möglich sein, denn was bringt ein tolles schweres Stativ, das daheim bleiben muss, da es zu schwer und sperrig ist? Mein Stativ ist sehr klein, damit es in die Hosentasche passt und ist aus Alu. Maximale Höhe ist 20 cm.
Nicht viel, aber damit muss man leben. Ein Stativ braucht man meistens eh nur, wenn man im Telebereich photografiert, eine Langzeitbelichtung macht oder eben echt mieses Wetter hat. Nicht immer hat man natürlich eine Möglichkeit das kleine Stativ irgenwo draufzustellen. Die Abhilfe ist einfach: man Stellt den Kugelkopf so ein, dass man das Stativ im rechten Winkel an eine Wand oder an einen Baum drücken kann. Dann macht man das Photo mit dem Selbstauslöser, damit man nicht beim Festdrücken wackelt. Deshalb sollte das Stativ auch aus gutem Aluminium sein und nicht mit biegbaren Beinen oder gar aus Plastik! Die Vorschläge sind natürlich alles nur Behelfe, damit gibt es keine professionellen Bilder, aber schonmal recht gute. Sonst muss man eben doch die ganze Ausrüstung mitschleppen.
Noch eine schöne Option ist eine gute Digitalkamera! Ich habe mir da die Olympus Camedia C-740 UZ zugelegt. (Und später die Panasonic FZ-30)
Eine Digitalkamera hat den großen Vorteil, dass die Photos nichts kosten und man somit viel mehr Photos macht. Allerdings reichen hier für den Normalanwender 3 - 5 Megapixel vollkommen aus. Wenn man es mit der Auflösung übertreibt braucht man viel zu große Speicherkarten, die dann wieder "viel" kosten. Ausserdem können viele Objektive der Minikameras optisch nichteinmal auf diese Auflösung auflösen. Ein großer optischer Zoom ist sehr hilfreich, wenn man Tiere oder Menschen von großer Entfernung photografieren will. Das wird v.a. in Entwicklungsländern wichtig. Auch die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind nciht zu verachten...
Für Entwicklungsländer in denen es nicht gerne gesehen ist, wenn man Photos macht, ist es ganz gut, wenn man den "Hüftschuss" wie Old Shatterhand anwendet, nur dass man das mit der Kamera macht. Keiner denkt, dass man schon ein Photo gemacht hat, wenn man die Kamera nur an die Hüfte hält. Höchstens kann es einem passieren, dass einem zugewunken wird, damit man die Kamera wieder wegtut, aber das kann man ja dann getrost machen. Natürlich würde ich auch nicht alles photografieren, aber das ist ja klar. Kommt immer auf die Situation an. Manchmal ist es auch möglich die Kamera ans Auge zu heben, sich zu drehen, für das Photo kurz anzuhalten und dann wieder weiterzudrehen und weiterlaufen. Das Bild verwackelt leicht, aber auch da denkt kaum jemand, dass man schon ein Photo gemacht hat, sollte jemand die Aktion überhaupt bemerken. Das gilt für die Länder in Afrika, die ich bereist habe. Die meisten Menschen im Busch denken, dass man recht lange braucht, um ein ordentliches Photo zu machen. In der Stadt sieht das natürlich anders aus, aber da ist das Photografieren meist weniger ein Problem.